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Offener Brief an den Kollegen Rütter 07. Mai 2012

Sehr geehrter Herr Rütter,
wie Sie ja wissen, haben wir vor über einem halben Jahr „Tausche Stachelhalsband gegen Training“ ins Leben gerufen. Damals hatten wir Sie darum gebeten, diese Aktion zu unterstützen, wie es zu diesem Zeitpunkt bereits viele andere Hundetrainer, Hundeschulen und Verbände im In- und Ausland getan haben. Leider haben wir bis dato nichts von Ihnen persönlich gehört.
Durch Zufall, sind wir letzte Woche auf Ihre Aktion „Stachel- oder Kettenhalsband geben – D.O.G.S. Training nehmen“ aufmerksam gemacht worden. Sie werden verstehen, dass wir nicht schlecht gestaunt haben, als wir sahen, dass Sie unsere Idee übernommen und als Ihre eigene ausgegeben haben. Auf Ihrer Website konnten wir jedenfalls keine Angaben oder Hinweise auf die eigentlichen Initiatorinnen entdecken. Auf unser Schreiben haben wir die Antwort erhalten, dass die zu unserer Aktion gehörige Petition im nächsten Newsletter erwähnt würde, dass Sie sich der Aktion aber nicht anschließen können, weil Sie ja auch aversive Mittel (Sprühhalsbänder, Rappeldosen,…) im Training verwenden. Dafür haben wir Verständnis und bedanken uns für die Erwähnung der Petition. Unserer Bitte, die Aktion „Tausche Stachelhalsband gegen Training“ auf der D.O.G.S. Website zu kommunizieren, sind Sie aber leider nicht nachgekommen. Und so erscheint die Aktion bei Ihnen fälschlicherweise als Ihre eigene Idee und lässt „Tausche Stachelhalsband gegen Training“ völlig außen vor.
Nicht, dass diese Aktion nicht in jeder Form nachahmenswert wäre. Nicht, dass wir es nicht gut gefunden hätten, wenn Sie uns, auf unsere Bitte hin, als prominenter Hundetrainer tatkräftig unter die Arme gegriffen hätten, um eine noch größere Welle der Unterstützung für „Tausche Stachelhalsband gegen Training“ zu erreichen. Nicht, dass wir ein Patent auf diese Idee angemeldet hätten, bei der es um das Wohl des Hundes ging. Nein, um all das geht es uns in diesem Schreiben nicht.
Wir finden es sogar sehr begrüßenswert, dass Sie den Geist hinter unserer Aktion weitertragen, auch wenn wir in Sachen Hundeerziehung nicht die gleichen Wege gehen und bei unserer Aktion nicht nur Stachel- und Kettenhalsbänder, sondern sämtliche aversiven Hilfsmittel, (u.a. Rappeldosen und Sprühhalsbänder) getauscht werden können.
Der Respekt unter Kollegen und die Fairness hätten es allerdings nach unserem Ermessen erfordert, dass Sie deutlich gemacht hätten, durch wen Sie sich inspirieren ließen. Auf diese Weise hätten wir Kräfte bündeln können gegen den Gebrauch von Stachelhalsbändern. So hinterlässt das Ganze doch den leichten Beigeschmack, dass Sie sich mit fremden Federn schmücken wollten.
Wir würden uns freuen, wenn Sie offen und namentlich auf Ihrer Website unsere Aktion als Inspiration für „Stachel- oder Kettenhalsband geben – D.O.G.S. Training nehmen“ nennen. Denn „Tausche Stachelhalsband gegen Training“ läuft ungebrochen weiter, die anhängige Petition liegt nach wie vor zum Entscheid vor dem Berliner Petitionsausschuss. Durch Ihre Hilfe könnten wir noch viel mehr Menschen erreichen und aufklären.

Informationen finden Interessierte unter www. tausche-stachelhalsband-gegen-training.de und auf Facebook unter www.facebook.com/Tausche.Stachelhalsband.gegen.Training.

Vielleicht können wir Sie ja doch noch als „offiziellen“ Unterstützer gewinnen, denn mit der Idee, die hinter „Tausche Stachelhalsband gegen Training“ steht, gehen Sie ja offensichtlich konform.

Mit freundlichen Grüßen,
Sonja Meiburg (Hundeschule Holledau) , Tina Müller (Freundschaft Hund- Gemeinsam durchs Leben), Heike Hillebrand (Hillebrand-hilft-Hundehaltern), Carmen Trautmann (Hundeschule hunterbunt



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